

„Ende Oktober 1933 ging er nach dem Saargebiet flüchtig und hält sich zur Zeit in Saarbrücken auf…Es besteht der Verdacht, dass er sich staatsfeindlich betätigt“.
Nach seiner Verhaftung in den Niederlanden tritt er in einen 21-tägigen Hungerstreik, woraufhin niederländische Gewerkschafter und andere politischen Organisationen Protestaktionen für seine Freilassung starten. Nach Aussetzung der Auslieferung wird Doster von Zivilbeamten an die belgische Grenze gebracht, von dort organisiert dann die Internationale Transportarbeiter Föderation (ITF) seine Flucht nach Schweden, die Grundlage hierfür bildete die schwedische Schwesterorganisation der FAUD, die Sveriges Arbetares

Doster berichtet in einem Brief an den führenden deutschen Anarchosyndikalisten Rudolf Rocker über die illegale politische Arbeit im Exil, die Verhaftungen in Deutschland und über seine eigene Flucht. Antifaschistischer Schriften wie die „Soziale Revolution“ oder die „Direkte Aktion“ werden von Kurieren auf riskanten Wegen in das Deutsche Reich gebracht.


Der Brief Marie Dosters im November 1936 belegt diese Not der Geflüchteten. Drei Monate nach ihrer Ankunft in Schweden bittet sie die schwedische anarchosyndikalistische Gewerkschaft, sie sich an die Sveriges Arbetares Centralorganisation (SAC), um Unterstützung.

Telegramme der Gestapo:
„Festnahmeersuchen“ gegen den „Anarchosyndikalistenfuehrer Gustav Doster … sowie dessen Ehefrau Marie, geb. Tilger.“ – Wie die Telegramme belegen, sucht die Geheime Staatspolizei über eine lange Zeit nach Gustav und Marie Doster. Die Beamten wissen, dass sie über die Niederlande nach Schweden geflohen sind und sie gehen davon aus, dass Gustav Doster im spanischen Bürgerkrieg in einem Lazarett liegt. Aber sie wissen eben nicht genau, wo sie sich genau aufhalten.




Das gibt was her / Herr Ederberg wird sich unterfordert fühlen -:))


