DOK 001 — „Illegale Arbeit an der Grenze. Durch Verhaftungen im Ruhrpott wurde ich der Gestapo bekannt, meine Amsterdamer Adresse wurde der holländischen Polizei übermittelt und meine Auslieferung verlangt.“

DOK 002 — Darmstadt, 3. April 1934 – HessischeStaatspolizeiamt an die Polizeidirektion Ludwigshafen:
„Ende Oktober 1933 ging er nach dem Saargebiet flüchtig und hält sich zur Zeit in Saarbrücken auf…Es besteht der Verdacht, dass er sich staatsfeindlich betätigt“.

Nach seiner Verhaftung in den Niederlanden tritt er in einen 21-tägigen Hungerstreik, woraufhin niederländische Gewerkschafter und andere politischen Organisationen Protestaktionen für seine Freilassung starten. Nach Aussetzung der Auslieferung wird Doster von Zivilbeamten an die belgische Grenze gebracht, von dort organisiert dann die Internationale Transportarbeiter Föderation (ITF) seine Flucht nach Schweden, die Grundlage hierfür bildete die schwedische Schwesterorganisation der FAUD, die Sveriges Arbetares

DOK 003 — „Diese Kameraden, die diese Schmuggelarbeit übernommen haben, leisten Unerhörtes“
Doster berichtet in einem Brief an den führenden deutschen Anarchosyndikalisten Rudolf Rocker über die illegale politische Arbeit im Exil, die Verhaftungen in Deutschland und über seine eigene Flucht. Antifaschistischer Schriften wie die „Soziale Revolution“ oder die „Direkte Aktion“ werden von Kurieren auf riskanten Wegen in das Deutsche Reich gebracht.
DOK 004 —

DOK 005 — „Es darf darauf hingewiesen werden, dass …die Emigranten im Ausland, von einigen politischen und künstlerischen Persönlichkeiten abgesehen, ein armseliges Leben führten, da ihnen die aufnahme einer regulären Arbeit versagt war und sie sich unterhalten lassen mussten von Unterstützungsvereinigungen“. (A.N. Simmerdinger über die politischen Flüchtlinge in einem Brief an an das Landgericht Wiesbaden in der Entschädigungssache Gustav Doster, Frankfurt 1970).
Der Brief Marie Dosters im November 1936 belegt diese Not der Geflüchteten. Drei Monate nach ihrer Ankunft in Schweden bittet sie die schwedische anarchosyndikalistische Gewerkschaft, sie sich an die Sveriges Arbetares Centralorganisation (SAC), um Unterstützung.

DOK 006 — 002-Suchmeldung-Gestapo–P1030222
Telegramme der Gestapo:
„Festnahmeersuchen“ gegen den „Anarchosyndikalistenfuehrer Gustav Doster … sowie dessen Ehefrau Marie, geb. Tilger.“ – Wie die Telegramme belegen, sucht die Geheime Staatspolizei über eine lange Zeit nach Gustav und Marie Doster. Die Beamten wissen, dass sie über die Niederlande nach Schweden geflohen sind und sie gehen davon aus, dass Gustav Doster im spanischen Bürgerkrieg in einem Lazarett liegt. Aber sie wissen eben nicht genau, wo sie sich genau aufhalten.

DOK 007 — 003-Suchmeldung-Gestapo-P1030234

DOK 008 — 001-Gestapo-DA-an-Polizeidirektion-Ludwigshafen-zu-Doster-auf-der-Flucht
DOK 009 —004-Suchmeldung-Gestapo-P1030242
DOK 010 — BERNHARD UND HIER DRUNTER Ulrikes Übersetzung.

Das gibt was her / Herr Ederberg wird sich unterfordert fühlen -:))

DOK 011 —

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